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Praxisphase bei clavis: EinsatzmÖglichkeit der Microsoft HoloLens in Kommissionierung und Instandhaltung
10.04.2017 von Patrick Busch und Lucien Stenke

Im Herbst 2016 – also mit Start der Verfügbarkeit in Deutschland – hat clavis die Microsoft HoloLens Development Edition beschafft. Diese ist ausschließlich für die Entwicklung bestimmt: eine Auslieferung der HoloLens an Endverbraucher ist nach wie vor (Stand 04.2017) nicht möglich.

Für clavis stellte sich die Frage, ob der Einsatz der HoloLens in naher Zukunft eine Alternative in der Kommissionierung und Instandhaltung sein kann. Eine erste Studie zum Praxiseinsatz der HoloLens haben zwei unserer Stipendiaten in einer ihrer Praxisphase angefertigt. Hier ihr Bericht :

Die Microsoft HoloLens ist eine Augmented Reality-Brille bzw. Mixed-Reality-Brille, die als eigenständiger Computer unter Windows 10 läuft. Unter Augmented Reality versteht man die Erweiterung der Realität um virtuelle, computergestützte Aspekte. Die speziell für die HoloLens entwickelte HPU (Holographic Processing Unit) sorgt dabei für die Umsetzung von Hologrammen in der realen Welt. Nach einer Recherche verschiedener Anwendungsbereiche, haben wir uns auf die Entwicklung von Konzepten in der Instandhaltung und Kommissionierung konzentriert.

Im Bereich der Kommissionierung haben wir Pick-by-Vision über eine Datenbrille betrachtet. Bei dieser Methode werden dem Kommissionierer die notwendigen Informationen mit Hilfe von WLAN über die Datenbrille direkt in seinem Blickfeld angezeigt.
Dafür soll die HoloLens die zu entnehmenden Artikel des nächsten Transportauftrags mit Hologrammen angeben. Um den entsprechenden Lagerplatz zu finden, weist die HoloLens dem Kommissionierer mit Hilfe eines Pfades und Sprache den Weg. Bei der Entnahme der Ware sind die jeweiligen Felder zur Übersichtlichkeit gekennzeichnet. Außerdem erfolgt das Scannen der Ware über die Kamera der HoloLens, sodass keine weiteren Geräte benötigt werden.

Um diesen Prozess zu realisieren, haben wir uns mit dem Entwicklungsumfeld der HoloLens auseinandergesetzt. Die Erstellung von Apps für die HoloLens läuft über die beiden Programme Unity und Microsoft Visual Studio, mit denen wir intensiv gearbeitet haben. Mit Hilfe des sog. SpatialMapping haben wir unsere Arbeitsumgebung mit der HoloLens gescannt und abgespeichert. Über die entstandene Map können eingeblendete Hologramme mit der Umgebung interagieren.

Unser Fazit:

Die HoloLens lässt Potential erkennen, allerdings sind wir bei der Umsetzung einer App für die Kommissionierung schnell an die Grenzen der Brille in der derzeitigen Ausstattung gestoßen: aufgrund des zu kleinen Speicherplatzes und der zu geringen Mapping Größe ist die Abbildung größerer Umgebungen – etwa Lagerhallen - nicht möglich.
Den Einsatz der HoloLens erachten wir u.a. aufgrund des genannten Kapazitätsengpasses, der geringen Laufzeit der Akkus und des Preises von ca. 4.000€ - derzeit als keine echte Alternative in der Kommissionierung und Instandhaltung.

 

Haben Sie Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf oder fordern Sie einen Rückruf an.
 

 

 

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Praxisberichte unserer Stipendiaten

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